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Arbeitswege in der Gefährdungsbeurteilung: Unternehmer-Guide

von Feb. 16, 2026

Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit mit Warnweste und Tablet analysiert die Verkehrssituation und Zuwege vor einem Firmengebäude für die Gefährdungsbeurteilung.

Gefährdungsbeurteilung der Arbeits- und Heimwege: Der ultimative Guide für Unternehmer

Die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter endet nicht an der Schwelle Ihres Unternehmens in Sulzbach (Taunus) oder Eschborn. Als Unternehmer tragen Sie eine weitreichende Verantwortung, die auch die Gefährdungsbeurteilung und der Arbeits- und Heim-weg umfasst. Unfälle auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause gelten als Wegeunfälle und fallen in den Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Eine fundierte Beurteilung der Arbeitsbedingungen beim Arbeits- und Heim-weg schützt nicht nur Ihre Beschäftigten, sondern sichert Sie auch rechtlich gegen Regressansprüche ab.

Warum Arbeitswege Teil Ihres Arbeitsschutzes sein müssen

Viele Arbeitgeber im Main-Taunus-Kreis unterschätzen die Relevanz der Wegeunfälle für ihre Arbeitssicherheit. Statistische Daten der Berufsgenossenschaften zeigen jedoch, dass Wegeunfälle oft schwerwiegender sind als Unfälle am eigentlichen Arbeitsplatz. Eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit kann Ihnen dabei helfen, diese Risiken systematisch zu erfassen. Durch gezielten Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz senken Sie Ausfallzeiten und fördern das Wohlbefinden Ihres Teams in Frankfurt am Main oder Wiesbaden.

Rechtliche Grundlagen und die DGUV V2 Betreuung

Die Pflicht zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung ist im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verankert. Im Rahmen der DGUV V2 Betreuung müssen Betriebe sicherstellen, dass alle arbeitsrelevanten Gefährdungen analysiert werden. Hierzu gehören eben auch die Wege, die im direkten Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen. Wer hier nachlässig handelt, riskiert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch empfindliche Bußgelder.

Der How-to-Guide: Arbeitswege sicher gestalten

Wie gehen Sie als Unternehmer nun konkret vor? Ein strukturierter Ansatz ist der Schlüssel zum Erfolg. Zunächst müssen Sie die verschiedenen Wegearten identifizieren, die für Ihr Unternehmen in Orten wie Bad Homburg vor der Höhe oder Hofheim am Taunus relevant sind. Hierzu gehören der klassische Weg zum Betrieb, Wege zwischen verschiedenen Standorten sowie Wege im Rahmen der mobilen Arbeit.

Schritt 1: Gefährdungen identifizieren

Analysieren Sie die Verkehrsmittel, die Ihre Belegschaft nutzt. Unterschiedliche Mobilitätsformen bringen spezifische Risiken mit sich, die in Ihrer Arbeitsschutzberatung thematisiert werden sollten:

  • PKW-Nutzer: Risiken durch Zeitdruck, Müdigkeit oder widrige Witterungsverhältnisse auf den Autobahnen rund um Frankfurt.
  • Radfahrer und Fußgänger: Gefahren durch mangelnde Beleuchtung, schlechte Wegequalität oder fehlende Schutzausrüstung.
  • Öffentlicher Nahverkehr: Hier stehen oft organisatorische Gefährdungen wie lange Wartezeiten oder Stress durch Verspätungen im Vordergrund.

Schritt 2: Maßnahmen festlegen

Sobald die Risiken bekannt sind, müssen Sie präventiv tätig werden. Beispiele für wirksame Maßnahmen im Rahmen der Arbeitssicherheit sind:

  • Angebot von Fahrsicherheitstrainings für Vielfahrer.
  • Bereitstellung von reflektierender Kleidung für Mitarbeiter, die in der Dämmerung unterwegs sind.
  • Flexible Arbeitszeiten, um den Berufsverkehr zu entzerren und Stress zu reduzieren.

Faustregeln für Unternehmer zur Mitarbeiterzahl und Organisation

Die Komplexität Ihres Arbeitsschutzsystems hängt oft von der Größe Ihres Unternehmens ab. Hier sind einige wichtige Orientierungspunkte für Betriebe in Regionen wie Kronberg im Taunus oder Oberursel:

  • Kleinstbetriebe (bis 10 Mitarbeiter): Nutzen Sie die alternative bedarfsorientierte Betreuung, um die Wegeunfallprävention kosteneffizient zu integrieren.
  • Mittelstand (ab 20 Mitarbeiter): Ein Arbeitsschutzausschuss (ASA) sollte sich regelmäßig mit der Analyse von Wegeunfällen befassen.
  • Großunternehmen: Hier empfiehlt sich ein umfassendes Betriebliches Mobilitätsmanagement als Teil des Gesundheitsschutzes.

Wie secutelli Unternehmen im Main-Taunus-Kreis bei diesem Thema unterstützt

Secutelli unterstützt Unternehmen im Main-Taunus-Kreis sowie in Städten wie Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz pragmatisch, rechtskonform und effizient dabei, die Auswirkungen der geplanten Reduzierung von Wegeunfällen zu beurteilen. Wir helfen Ihnen, die Arbeitsschutzorganisation optimal anzupassen und identifizierte Risiken nachhaltig zu minimieren. Unser Team unterstützt Sie dabei, interne Prozesse zu verbessern und führt gezielte Schulungen für Sicherheitsbeauftragte und Führungskräfte durch, um das Bewusstsein für sichere Arbeits- und Heimwege zu schärfen. Mit individueller Beratung bringen wir Klarheit in die neuen Anforderungen der Berufsgenossenschaften und sorgen dafür, dass Ihre Gefährdungsbeurteilung nicht nur ein Papiertiger ist, sondern ein echtes Werkzeug für mehr Sicherheit und Effizienz in Ihrem Betrieb. Von der Analyse der Pendlerströme in Kelkheim bis hin zur Implementierung von Sicherheitskonzepten in Schwalbach am Taunus stehen wir Ihnen als verlässlicher Partner zur Seite.

Vorteile einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit

Eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit bringt den nötigen objektiven Blick von außen mit. In Sulzbach (Taunus) und Umgebung profitieren Sie von unserer regionalen Expertise und kurzen Wegen. Wir kennen die neuralgischen Punkte im Verkehrsnetz des Rhein-Main-Gebiets und können Ihre Mitarbeiter gezielt unterweisen. Dies entlastet Ihre interne Struktur und gibt Ihnen die Gewissheit, alle gesetzlichen Vorgaben beim Arbeitsschutz lückenlos zu erfüllen.

Checkliste für Ihre nächste Unterweisung

Verwenden Sie diese Punkte bei Ihrem nächsten Team-Meeting in Hattersheim oder Flörsheim, um das Thema präsent zu machen:

  • Aufklärung über den Versicherungsschutz bei Umwegen (z.B. Kita-Besuch).
  • Hinweise zum Verhalten bei Glatteis oder Nebel.
  • Appell zur Vermeidung von Ablenkung durch Smartphones während der Fahrt.
  • Meldewege bei Beinaheunfällen auf dem Heimweg etablieren.

Möchten Sie sicherstellen, dass Ihre Gefährdungsbeurteilung wirklich rechtssicher ist? Kontaktieren Sie uns noch heute für ein unverbindliches Erstgespräch.

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Häufig gestellte Fragen

Zählt der Weg zum Bäcker vor der Arbeit als versicherter Arbeitsweg?

In der Regel sind nur die direkten Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte versichert. Unterbrechungen für private Zwecke wie Einkaufen führen meist zum Verlust des Versicherungsschutzes, außer es handelt sich um geringfügige Abweichungen.

Muss ich für Home-Office-Mitarbeiter auch Wegebeurteilungen erstellen?

Ja, seit 2021 ist der Versicherungsschutz im Home-Office dem im Betrieb gleichgestellt. Dies umfasst auch Wege innerhalb des Hauses zur Nahrungsaufnahme oder zum Toilettengang, was in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden sollte.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsunfall und Wegeunfall?

Ein Arbeitsunfall geschieht während der Ausübung der beruflichen Tätigkeit am Arbeitsplatz. Ein Wegeunfall ereignet sich auf dem direkten Weg zur oder von der Arbeit. Beide werden über die Berufsgenossenschaft abgewickelt.

Wie hilft eine Arbeitsschutzberatung bei der Unfallvermeidung?

Eine Beratung identifiziert systematisch Gefahrenquellen, analysiert vergangene Unfälle und schlägt technische oder organisatorische Maßnahmen vor, um die Wiederholungsgefahr zu senken.

Sind Umwege wegen einer Baustelle versichert?

Ja, wenn der direkte Weg durch eine Baustelle oder einen Stau blockiert ist, bleibt der Versicherungsschutz auch auf einer angemessenen Umleitungsstrecke bestehen.

Muss ein Wegeunfall dem Arbeitgeber gemeldet werden?

Ja, jeder Wegeunfall, der zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen führt, muss der zuständigen Berufsgenossenschaft gemeldet werden. Der Arbeitgeber ist hier in der Meldepflicht.

Sebastian Klawonn

Sebastian Klawonn verfügt über eine fundierte technische Ausbildung als Metallbauer für Konstruktionstechnik sowie über eine Qualifikation als geprüfter Industriemeister mit Schwerpunkt vernetzte Industrie. Ergänzt wird seine fachliche Expertise durch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre (Bachelor of Arts), das eine ganzheitliche Sicht auf Organisation, Wirtschaftlichkeit und Prävention ermöglicht. Als Fachkraft für Arbeitssicherheit nach DGUV Vorschrift 2 und ASiG unterstützt er Unternehmen bei der praxisnahen und rechtskonformen Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutz. Seine Tätigkeit verbindet technische Sicherheit mit organisatorischen und menschlichen Aspekten, gestützt durch eine zusätzliche Qualifikation als zertifizierter Business Coach.