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Psychische Gefährdungsbeurteilung: Pflicht & 7 Schritte

von Dez. 16, 2025

auf Tisch gelehnt

Die Pflicht nach ArbSchG § 5: Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung korrekt umsetzen

Die Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung ist für jedes Unternehmen in Deutschland eine gesetzliche Pflicht. Sie ist im Arbeitsschutzgesetz (§ 5 ArbSchG) verankert und darf nicht ignoriert werden. Die Psychische Gefährdungsbeurteilung dient dazu, Stressoren am Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen und präventiv zu handeln. Als Ihre Externe Fachkraft für Arbeitssicherheit in Sulzbach (Taunus) unterstützen wir Sie dabei, dieser ArbSchG § 5 Pflicht rechtskonform nachzukommen.

Warum die Psychische Gefährdungsbeurteilung entscheidend ist

Lange Zeit konzentrierte sich der Arbeitsschutz primär auf physische Gefahren. Heute wissen wir: Psychische Belastungen sind eine Hauptursache für lange Krankheitsausfälle . Burnout, Depressionen oder Angststörungen kosten Unternehmen jedes Jahr Milliarden Euro. Die Umsetzung Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Sie, die Psychische Gefährdungsbeurteilung aktiv in Ihren Arbeitsschutz zu integrieren. Nur so können Sie effektiv Maßnahmen zur Burnout Prävention ergreifen.

Gesetzliche Grundlagen und Fristen

Jeder Arbeitgeber, unabhängig von Größe oder Branche, ist zur Durchführung verpflichtet. Die Notwendigkeit ergibt sich direkt aus dem Arbeitsschutzgesetz (§ 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG). Es gibt keine festen, starren Gefährdungsbeurteilung Fristen, aber sie muss aktuell gehalten werden. Dies bedeutet: Bei Veränderungen im Unternehmen, in den Arbeitsabläufen oder bei gehäuften psychisch bedingten Fehltagen ist eine Aktualisierung sofort notwendig.

Der 7-Schritte-Prozess zur Belastungsanalyse

Die Erstellung einer rechtssicheren Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung ist ein strukturierter Prozess. Unsere Externe Fachkraft für Arbeitssicherheit leitet Sie durch diese Schritte, um eine umfassende Belastungsanalyse durchzuführen:

  • 1. Festlegung der Tätigkeitsbereiche: Welche Gruppen oder Abteilungen werden betrachtet?
  • 2. Ermittlung der psychischen Belastungen: Datensammlung durch Befragungen, Beobachtungen oder Workshops.
  • 3. Beurteilung der Belastungen: Bewertung der ermittelten Stressoren am Arbeitsplatz im Hinblick auf mögliche Gesundheitsgefährdungen.
  • 4. Entwicklung von Maßnahmen: Ableitung konkreter Schritte zur Reduzierung der identifizierten Risiken.
  • 5. Umsetzung der Maßnahmen: Einführung der geplanten Verbesserungen (z.B. Schulungen, Arbeitszeitmodelle).
  • 6. Wirksamkeitskontrolle: Überprüfung, ob die ergriffenen Maßnahmen die Gefahrenanalyse Arbeitsplatz erfolgreich verbessert haben.
  • 7. Dokumentation: Lückenlose und nachvollziehbare Protokollierung des gesamten Prozesses.

Häufige Stressoren und Belastungsfaktoren

Die Psychische Gefährdungsbeurteilung untersucht vier Hauptbereiche, in denen Belastungen entstehen können:

1. Arbeitsinhalt und -tätigkeit

Hierzu gehören monotone Aufgaben, fehlende Qualifikationsanforderungen, zu komplexe oder unklare Arbeitsaufträge und mangelnde Abwechslung.

2. Arbeitsorganisation und -zeit

Faktoren wie Zeitdruck, lange Arbeitszeiten, schlechte Schichtplangestaltung oder mangelnde Pausenregelungen sind hier relevant. Die Überlastung durch hohe Informationsdichte (E-Mail-Flut) fällt ebenfalls hierunter.

3. Soziale Beziehungen und Arbeitsklima

Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten, fehlende Wertschätzung, soziale Isolation (besonders im Home-Office) oder Mobbing sind schwerwiegende Belastungen für die Psychische Gesundheit.

4. Arbeitsumgebung

Auch die physische Umgebung kann psychisch belasten: Lärm, schlechte Beleuchtung, Hitze oder unzureichende ergonomische Gestaltung am Büroarbeitsplatz.

Wie secutelli Unternehmen im Main-Taunus-Kreis bei diesem Thema unterstützt

Secutelli ist Ihr Partner für rechtskonformen und pragmatischen Arbeitsschutz Unternehmen in Sulzbach (Taunus), Bad Soden, Hofheim und der gesamten Rhein-Main-Region. Wir wissen, dass die Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung eine sensible Aufgabe ist. Wir bieten Ihnen die Expertise unserer Externe Fachkraft für Arbeitssicherheit, um die Anforderungen effizient zu erfüllen. Wir unterstützen Sie von der neutralen Belastungsanalyse bis zur Wirksamkeitskontrolle. Unser Service umfasst die optimale Anpassung Ihrer Arbeitsschutzorganisation, die Minimierung von Risiken sowie die Verbesserung interner Prozesse durch effektive Kommunikation. Zudem führen wir spezielle Schulungen für Ihre Sicherheitsbeauftragten und Führungskräfte durch, damit diese psychische Belastungen erkennen und korrekt handeln können. Mit individueller Beratung bringen wir Klarheit in komplexe Anforderungen und sorgen dafür, dass Sie die ArbSchG § 5 Pflicht gesetzeskonform und nachhaltig erfüllen können, ohne wertvolle interne Ressourcen zu überlasten.

Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf: Jetzt Kontakt aufnehmen

Häufig gestellte Fragen

Muss jedes Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung durchführen?

Ja. Gemäß § 5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) ist jeder Arbeitgeber, unabhängig von der Betriebsgröße oder Branche, gesetzlich zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung, die auch psychische Belastungen einschließt, verpflichtet.

Welche Folgen drohen, wenn die Psychische Gefährdungsbeurteilung fehlt?

Die Nichtdurchführung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Dies kann zu hohen Bußgeldern führen. Viel wichtiger: Im Schadensfall (z.B. bei Burnout eines Mitarbeiters) können Sie als Arbeitgeber Ihre Fürsorgepflicht verletzt haben, was weitere rechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Reichen anonyme Mitarbeiterbefragungen für die Belastungsanalyse aus?

Anonyme Mitarbeiterbefragungen sind eine sehr gute Methode zur Ermittlung von Belastungen, reichen aber allein oft nicht aus. Sie sollten durch Beobachtungen der Arbeitsbedingungen, Analyse von Kennzahlen (Fehlzeiten) und moderierte Workshops ergänzt werden, um die Ergebnisse fundiert bewerten zu können.

Sebastian Klawonn

Sebastian Klawonn verfügt über eine fundierte technische Ausbildung als Metallbauer für Konstruktionstechnik sowie über eine Qualifikation als geprüfter Industriemeister mit Schwerpunkt vernetzte Industrie. Ergänzt wird seine fachliche Expertise durch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre (Bachelor of Arts), das eine ganzheitliche Sicht auf Organisation, Wirtschaftlichkeit und Prävention ermöglicht. Als Fachkraft für Arbeitssicherheit nach DGUV Vorschrift 2 und ASiG unterstützt er Unternehmen bei der praxisnahen und rechtskonformen Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutz. Seine Tätigkeit verbindet technische Sicherheit mit organisatorischen und menschlichen Aspekten, gestützt durch eine zusätzliche Qualifikation als zertifizierter Business Coach.